26. Tag, 01.08.2013; Von Aqaba/ Jordanien nach Sharm el Sheik/ Ägypten

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26.  Tag, Donnerstag, 01.08.2013;  Von Aqaba/ Jordanien nach Sharm el Sheik
Temperatur: 36° C,
Tagesstrecke: 501 km, Gesamtstrecke: 7.576 km, max. Geschwindigkeit: 103 km/h
BPI: 2.00-2.50

„Ägypten im Sturzflug“

Trotz unserer aufgeregten Mitreisenden auf der Fähre nach Nuweiba, die jede einzelne Blechwand unseres Seelenverkäufers filmten oder fotografierten, konnten wir bis zum Sonnenaufgang über der Bucht von Aqaba die Nacht jeder auf seine Weise genießen.

Nach dem Anlegen der Fähre in dem berühmten Badeort Nuweiba begann der Sturm auf den Ausgang. Laut gestikulierend rennen die Ägypter auf den vor uns liegenden Vorplatz herum. Drängen, schieben, wild um sich schlagend versuchen Sie in die vorher entladenden Busse zu gelangen. Haben Sie bei einem nicht gleich Erfolg, rennen Sie zum nächsten Bus. Einige fangen eine wilde Schlägerei an. Hier sollen wir aussteigen?

Als fast Letzte steigen wir von der Fähre. Gehen langsam kopfschüttelnd an dem Treiben vorbei. Ein Schiffsoffizier zeigt uns die Richtung, in die wir gehen müssen, um unsere Visa zu erhalten.

Zwei weißgewandete Ägypter sprechen uns an und führen uns durch das vor unseren Augen auftuende Chaos des Hafens an unvollendeten Gebäuden, streitenden Gepäckträgern und riesigen Müllhaufen vorbei. Innerhalb kürzester Zeit wurde so Geld getauscht, das Visa besorgt und unsere Papiere abgestempelt. Die zwei weißgewandeten Ägypter drängen uns, dass wir das Hafengelände verlassen. Durch die ebenfalls chaotische Gepäckkontrolle nach draußen. Die beiden weißgewandeten Ägypter haben natürlich einen Bus, der uns alle auch nach  Sharm el Sheik bringen kann. Nach kurzer Verhandlung wollen wir den Bus besteigen, aber werden von anderen „Busunternehmern“ daran gehindert, die mit uns jetzt ebenfalls Preisverhandlungen aufnehmen. Wir müssen hier weg. Das Gepäck auf den Bus verladen, wir springen hinein, ein weiterer Ägypter sitzt auf dem Dach und hält unser Gepäck fest. Der Fahrer würgt aber vor Aufregung beim Anfahren den Motor ab. Der Bus muss angeschoben werden. Die weitere Fahrt zu unserem heutigen Zielort verläuft, nachdem Strick gekauft und unser Gepäck ordentlich verschnürt wurde, sehr ruhig. Wir fahren in die Touristenhochburg Sharm el Sheik, unserem Startplatz für die Überfahrt  nach Hurghada auf der anderen Seite des Roten Meeres.

Mit Entsetzen müssen wir bei der Ankunft in Sharm el Sheik feststellen, dass alles was wir bis jetzt über das Internet im Vorfeld recherchiert haben, nicht stimmt. Es gibt definitiv seit einem Jahr keine Schiffsverbindung auf die andere Seite des Roten Meeres. Wir müssen die Sinai- Halbinsel auf der anderen Seite wieder nach oben. Unsere Aktivitäten, einen Minibus oder eine Schiffspassage nur für uns zu ergattern, scheitern, trotz der Mithilfe von Fred, einem koptischen Christen oder Hassan, einem Schiffseigner. Zwischenzeitliche Erfolgsmeldungen zerplatzten wie Seifenblasen. Die notwendigen Genehmigungen können nicht so schnell ausgestellt werden oder sie sind nicht vorhanden.

Nachdem auch der letzte schon durch uns besichtigte und für gut befundene Minibus absagen musste, wurden innerhalb kurzer Zeit Tickets für den Nachtbus nach Cairo organisiert. Mit unguten Gefühlen, was uns als nächstes erwartet, steigen wir in zwei Minibusse, die uns zu einem Zubringerplatz für den Nachtbus nach Cairo bringen. Es ist 3.00 Uhr in der Nacht als wir endlich in unserem Bus sitzen.

„Die Dreizehn“

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