48. Tag, 23.08.2013; Von Lusaka nach Livingston/ Sambia

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48. Tag, Freitag, 23.08.2013; Von Lusaka nach Livingston/ Sambia
Temperatur: 12-32° C
Tagesstrecke: 477 km, Gesamtstrecke: 17.094 km, max. Geschwindigkeit: 134 km/h
BPI: 0,70-1,30

„Weiterfahrankommtag“

Lusaka, seit 1935 Hauptstadt von Sambia (ehemals Nordrhodesien), empfängt uns auf dem Busbahnhof früh um 3.oo Uhr erst mal mit vielen Verboten, unter anderem „nicht schlafen“ oder „rauchen auf Selbigem“. Das Eine ist erlaubt, hunderte Wartende liegen auf Kisten, Paketen, Kleiderstapeln, Bänken, einfach überall. Das Andere, unsere „Aussteigezigarette“, wird uns unter Androhung einer Verhaftung verwehrt, na toll! Drei Kameraden machen sich gleich auf  Erkundungstour wie ein Weiterkommen möglich ist, der Aufenthalt in dieser Stadt war schnell abgewählt, und die Anderen eröffnen eine große Kafferunde. Kurze Zeit später kommen die drei Späher mit positiver Kunde zurück, es gibt noch Platz im 5.oo Uhr Bus nach Livingston, Preis 1.500 Kwacha (schmale 13 €). Sachen aufnehmen, los geht es in einem etwas bequemeren Bus, allerdings mit sehr harter Federung, an Schlaf ist für die hinten Sitzenden nicht zu denken. Dafür erspähen sie viele bewusst entfachte Buschfeuer soweit das Auge reicht.

Wir fahren immer entlang der zu Kolonialzeiten erbauten Eisenbahnstrecke, der Zug hätte ca. die doppelte Zeit benötigt und fährt so pünktlich wie die ehemalige Reichsbahn. Gegen 11.30 Uhr erreichen wir Livingston, die ehemalige Hauptstadt, benannt nach dem ersten Briten der sambischen Boden betrat, den Arzt, Forschungsreisenden und Missionar David Livingston. Er sah als erster Weißer am 16.11.1855 die Victoriafälle.

Im Zentrum entsteigen wir unserem Gefährt. Es wird ein Basislager in einem Gartencafe unter einem riesigen, Schatten spendenden Baum eingerichtet. Schnell stellt sich heraus dass es in der Stadt mit vielen gut erhaltenen Kolonialbauten, keine freien Hotelbetten gibt. Hier findet momentan ein internationales Treffen, „ONTWO“, statt. Wir wissen nicht was sich dahinter verbirgt, die Stadt hängt voller Plakate der beiden Regierungschefs von Sambia und Simbabwe. Die ganze Stadt ist voll mit edlen Toyotakarossen (die Marke Nr. 1 in ganz Afrika) und Blaulicht geführten Kolonnen.

Wir entscheiden uns für den „Jolly Boys“ Campground, citynah und ruhig gelegen, beziehen  ein 8-Mannzimmer und unserer „Rudi“ wird für die restlichen Mannen im Hand umdrehen errichtet. Danach ist Entspannung angesagt, Poolbaden, Karten schreiben, Körperpflege, etwas Stadterkundung und dergleichen. Zum Abendessen geht es in „Olgas Pizzeria“ mit intensiver Diskussion über die weitere Route unserer Reise, wir kommen zu keinem Ergebnis. Einige beenden den Abend in einem `Tanzcafe` zu afrikanischen Rhytmen !

Noch ein kleiner Exkurs: Cecil Rhodes, auch Namensgeber der Landesnamen der jetzigen Länder Malawi, Sambia und Simbabwe, trat damals als skrupelloser Geschäftsmann auf und schaffte es unter anderem, in kurzer Zeit die größte Diamanten-Minengesellschaft der Welt zu gründen, die alsbald und bis heute 2/3 der gesamten Weltdiamantenerzeugung kontrollierte. Diese Gesellschafft fungiert bis heute unter dem Firmennamen „DE BEERS“

„Zwölf“

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