49. Tag, 24.08.2013; Livingston/ Sambia

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49. Tag, Samstag, 24.08.2013; Livingston/ Sambia
Temperatur: 25-30° C,
Tagesstrecke: 21 km, Gesamtstrecke: 17.115 km, max. Geschwindigkeit: 72 km/h
BPI: 1,20

„Von allem zu viel“

Nach den Strapazen der letzten Tage können wir entspannt aus unserem „Rudi“ heraustreten. Die Morgentoilette und ein ausgiebiges Frühstück, das es überall auf der Welt in Backpacker- Unterkünften gibt, geben uns Kraft für neue Taten.

Erst gegen 11.00 Uhr brechen wir auf. Zu den Victoriafällen. Nach einer kurzen Fahrt durch Livingstone vorbei an hochpreisigen Lodges erreichen wir den Eingang der Victoria Falls. Erstmalig bei unserer Reise treffen wir hier auf viele Touristen aus aller Welt. Sie werden in Bussen an diesen touristischen Hotspot von Afrika in Scharen gebracht. Eine etwas ungewohnte Situation.

Die „Victoria Falls“ liegen genau auf der Grenze zwischen Sambia und Zimbabwe. Auf die Brücke zwischen den beiden Staaten können wir kostenfrei. Wir entscheiden uns erst einmal für die sambische Seite und wollen den Wasserfall des Sambesi  direkt erkunden. Vom Eastern Cataract nähern wir uns dem Wasserfall. Auf Grund der Trockenzeit hat der Sambesi Niedrigwasser. Wir laufen über Steine, die normalerweise von tosendem Wasser überspült werden, bis zu den Rainbow Falls. Unter uns spannt sich ein Regenbogen über dem Grund des Wasserfalles. Ein erhabenes Bild. Kein Foto dieser Welt kann diesen Anblick einfangen.

Kurz vor dem Armchair werden wir durch einen Wasserarm des Sambesi gestoppt. Den Main Fall und den Devil`s Cataract (einem neuen entstehenden Abgrund) können wir nicht von oben betrachten. In einiger Entfernung können wir nur über die aufsteigenden Wassertropfen erahnen, welche Kraft in diesem Fluss steckt. Wie grandios muss der Anblick erst in der Regenzeit sein.

Über die Edge Brigde geht es erst mal zum Danger Point und dann zum Boiling Pot (den unteren Teil des Wasserfalles). Nur ein Teil der Reisegruppe erreicht die den Sambesi überspannende Brücke nach Zimbabwe. Man kann zwar kostenlos auf die Brücke, muss sich aber einen kleinen Stempelzettel abholen. Ein Teil der Gruppe kann durch einen abgelenkten Grenzer einfach ohne Formalitäten durch den Zaun schlüpfen. Der Rest der Gruppe wird durch den wieder anwesenden Grenzer angehalten und aufgefordert, die nötigen „Papiere“ für den Besuch der Brücke zu besorgen. Nach einer halben Stunde mit keinerlei Bewegung an dem Einreiseschalter nach Zimbabwe entscheiden wir uns für die Rückfahrt in die Stadt.

Auf der Suche nach einem gemütlichen Restaurant werden wir in einer Nebenstraße fündig. Ein traditionell afrikanisches Restaurant, Mapalokuda Boma. Wir werden mit einer speziellen Offerte überredet, ein afrikanisches Menu zu bestellen. Überraschung pur. Nachdem wir am Tisch die Hände gewaschen haben, wird auf getafelt. Neben Maisbrei werden verschiedene Saucen, Gemüse- Fleisch- und Fischgerichte serviert. Ein phantastischer Gaumengenuss. Die überaus aufmerksame Kellnerin erklärt alle Speisen, zeigt uns wie typisch afrikanisch gespeist wird und füllt die Gläser unaufgefordert. Ein unerwarteter Service. Vollkommen gesättigt verlassen wir das Restaurant, obwohl wir nur Kleinigkeiten zu uns genommen haben.

Mit schlechtem Gewissen erreichen wir unser Backpacker Camp. Unser Koch hatte ein opulentes Mahl versprochen und mit mehreren Beiköchen zubereitet. Der Tisch bog sich unter den zubereiteten Speisen. Noch vor Mitternacht fielen wir mit dicken Bäuchen in einen tiefen Schlaf.

„Die Dreizehn“

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