54. Tag, 29.08.2013; Von Namutoni nach Halali/ Namibia

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54. Tag, Donnerstag, 29.08.2013; Von Namutoni nach Halali/ Namibia
Temperatur: 20-25 °C
Tagesstrecke: 81 km, Gesamtstrecke: 18.539 km, max. Geschwindigkeit: 67 km/h
BPI: 1,80

„Etosha-The essence of Africa“

Das Fort Namutoni wurde zwischen 1902 und 1903 erbaut, aber gleich im Folgejahr von den Owambos zerstört. Im Jahre 1906 wurde es nach den ursprünglichen Plänen wiederaufgebaut und so steht es bis heute. Am Eingangstor hängt eine Gedenktafel für sieben tapfere deutsche Reiter, welche einst einen Angriff von 500 Owambos abwehrten…
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Heute geht alles viel friedlicher zu. Vierzehn tapfere deutsche Reisende sitzen frühzeitig im Innenhof des Fort´s und essen Fried Eggs, Sunny side up, und Bacon mit Orange Juice und Coffee Americano. So gehen wir gut gestärkt auf eine unsere kürzesten Tagesetappen, denn wir haben lediglich 70 Kilometer vor uns. Natürlich wieder auf den hier üblichen „Gravel Roads“. Diese sind im Etosha Nationalpark fast weiß. Anfänglich fahren wir durch ein Gebiet, wo diese weiße Piste von hellgrauen stachligen Sträuchern gesäumt wird. Grün gibt es hier erst mal gar nicht, selbst das Gras scheint grau. Es sieht aus, als liegt die gesamte Landschaft im Raureif. Und das bei für uns sommerlichen Temperaturen im afrikanischen Vorfrühling. Was für ein Durcheinander…

Es dauert nicht lang und wir erreichen das erste Wasserloch. Wir sind völlig baff, denn es scheint, als hätte sich die gesamte Tierwelt des Etosha-Parks zu unserer Begrüßung eingefunden. Giraffen, Zebras, Kudus, Elands und viele kleine Antilopen stehen Spalier. Allerdings trauen sich lediglich zwei Warzenschweine zum trinken an das Loch. Diese sind kurzsichtig und sehen den jungen Löwen nicht, welcher in der Nähe lauert. Seine Muskeln sind angespannt, er liegt geduckt auf der Erde und wir glauben schon, die Jagd live verfolgen zu können. Zumal sich die Schweine langsam in seine Richtung bewegen. Doch dann landet ein Schwarm Perlhühner neben den Warzenschweinen und diese flüchten. Der Löwe kommt enttäuscht aus seiner Deckung, aus der erhofften Beute wird erst mal nichts mehr.
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Wir fahren weiter und halten an jedem weiteren Waterhole  auf unserem Weg. Doch so ein Gewimmel der verschiedensten Tiere erleben wir nicht noch einmal. Dementsprechend zeitig erreichen wir am frühen Nachmittag unser Tagesziel Halali. Dieser Name kommt, wie vieles hier, aus dem Deutschen und wird verwendet, wenn das Tier erlegt und die Jagd beendet ist. Unsere Jagd nach Fotos ist auch erst einmal beendet.

Zumal das Rastlager einen riesigen Pool hat, für uns die Einladung zum nächsten Wasserballspiel. Es geht wieder Gerade gegen Ungerade. Ganz kurz, die Geraden gewinnen nach dramatischem Spiel mit 10:9. Nach Ansicht der Ungeraden war der Pool völlig ungeeignet und sowohl Wasser wie Ball totaler Mist. Zumal hat der viertklassige Schiedsrichter die bundesligareife Vorstellung der Ungeraden völlig falsch bewertet. Für die Ungeraden ist alles wie immer, mal verlieren sie und mal gewinnen die anderen…

Bei Einbruch der Dämmerung gehen wir doch nochmal zum in der Nähe gelegenen Wasserloch. Lange Zeit passiert gar nichts, doch dann kommen nochmal Nashörner zu unserer Verabschiedung. Ein rundrum gelungener Tag wird von Hoffi am Grill beendet. Dort brät er Game (Wild) in verschiedenen Variationen. Auch wenn wir nach dem gestrigen Tag bei den Buschmännern alle mit Bögen bewaffnet sind, ist dieses lediglich von uns im Laden erjagt worden. Wie in der Fernsehwerbung mit der VISA Card…

Die „Vier“

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